Managed Service Provider: Warum sich die Konsolidierung im deutschen IT-Services-M&A beschleunigt
Managed Service Provider (MSP) gibt es seit Jahrzehnten – trotzdem ist der Markt bis heute stark fragmentiert. Viele Anbieter beschäftigen nur 20 bis 30 Mitarbeitende, was ihre Investitionskraft begrenzt und die Leistungserbringung stark personalabhängig macht. Für Investoren und IT-Services Plattformen mit Buy-and Build Ansatz ist genau diese Fragmentierung die Chance. Unser neuer IMAP Germany IT-Services Report – MSP Special Edition analysiert die letzten vier Jahre hinsichtlich Transaktionen: 60 aktive Finanzinvestoren und 86 IT-Services-Plattforminvestments in der DACH-Region. Er zeigt, wie schnell sich der Sektor entwickelt.
Wiederkehrende, vertragsbasierte Umsätze und eine SLA-getriebene Leistungserbringung machen MSPs zur idealen Grundlage für Buy-and-Build. Investoren übernehmen eine Plattform und ergänzen sie anschließend um kleinere Anbieter – für zusätzliche Kompetenzen, Größe und regionale Reichweite.
Die Transaktionsdaten belegen das. In den vergangenen Jahren zählen wir 65 Primärtransaktionen (Unternehmer an PE) und 21 Secondaries (PE an PE) – hinzu kommt eine wachsende Zahl an Exits an strategische Käufer. Immer mehr Fonds halten inzwischen zwei oder mehr IT-Services-Unternehmen, und einzelne Investoren haben bereits umfangreiche Portfolios aufgebaut. Im Schnitt halten Finanzinvestoren ihre Plattformen rund zwei bis drei Jahre – ein spürbarer Teil des aktuellen Portfolios nähert sich damit dem typischen Exit-Fenster.
Finanzinvestoren sind nicht die einzigen Zukäufer. Auch strategische Käufer bauen seit 2020 über Akquisitionen kontinuierlich ihr Portfolio auf in beachtlichem Umfang: Die aktivsten Käufer in der DACH-Region haben in diesem Zeitraum jeweils mehr als 20 Akquisitionen abgeschlossen, mehrere weitere liegen im zweistelligen Bereich. Der Report benennt, wer kauft, wie viel bereits erworben wurde und wo der Wettbewerb um Zielunternehmen am intensivsten ist.
Auch internationale Plattformen richten den Blick nach Deutschland. Mehrere europäische MSPs, viele davon mit internationaler Investorenbasis, suchen aktiv nach Akquisitionen in Deutschland, angezogen von der Größe des Marktes und seiner breiten Mittelstandsbasis.
Automatisierung ist der zweite Treiber, der den Sektor umformt. KI kommt entlang des gesamten Service-Workflows zum Einsatz, von der Ticketannahme über Triage und Priorisierung bis hin zu Routing und Lösung. Der erwartete Effekt ist erheblich: KI-gestützte Automatisierung könnte das Ticketvolumen von MSPs um 40 bis 60 Prozent senken. Das verändert die Kostenbasis eines Managed-Services-Geschäfts und damit auch, wie Investoren es bewerten. Anbieter, die echte KI-Readiness nachweisen können, ziehen zunehmend die Aufmerksamkeit auf sich.
Anhand börsennotierter Vergleichsunternehmen aus System Integration & Consulting, Marketing Services und Digital Engineering benchmarkt der Report EV/Revenue und EV/EBITDA je Segment und verfolgt, wie sich die Multiples über fünf Jahre entwickelt haben. Die Spannbreite zwischen den Segmenten ist groß, und die meisten dieser Indizes liegen über die vergangenen zwölf Monate im Minus, einige um mehr als 40 Prozent. Für Eigentümer, die über einen Verkauf nachdenken, wie auch für Investoren, die einen Einstieg erwägen, liefern diese Benchmarks einen realistischen Ausgangspunkt. Die vollständigen Zahlen inklusive der aktuellen Mediane je Segment enthält der Report.
Die MSP Special Edition bündelt die Transaktionserfahrung von IMAP, eine detaillierte Kartierung der PE-gestützten IT-Services-Landschaft in der DACH-Region, die jüngste Plattform- und Bolt-on-Aktivität sowie die aktuellen Bewertungsniveaus im Sektor. Sie richtet sich an Unternehmer, die über eine Nachfolge nachdenken, an Konzerne, die ihr Portfolio überprüfen, und an Investoren, die in diesem Feld aufbauen.
Die vollständige Analyse – inklusive Plattformlandschaft, Käuferaktivität und Bewertungsdaten auf Segmentebene – finden Sie im vollständigen Report. Sprechen Sie das IT-Services-Team von IMAP Germany an.
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